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Auszeichnung heute im Ozeaneum mit Minister Dr. Till Backhaus

Evangelische Grundschule Walkendorf ist Umweltschule in Europa

14.06.2018 | Heute wurde die Evangelische Schule Walkendorf bereits zum zweiten Mal in Folge als Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule ausgezeichnet. Übergeben haben die Auszeichnung im Stralsunder Ozeaneum Agrarminister Dr. Till Backhaus, Dr. Martina Trümper vom Bildungsministerium M-V sowie Annegret Gülker, Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung e.V.

Schwerin: Heute wurde die Evangelische Schule Walkendorf bereits zum zweiten Mal in Folge als Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule ausgezeichnet. Übergeben haben die Auszeichnung im Stralsunder Ozeaneum Agrarminister Dr. Till Backhaus, Dr. Martina Trümper vom Bildungsministerium M-V sowie Annegret Gülker, Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung e.V.
 
„Umwelt und Nachhaltigkeit sind selbstverständlicher Teil unseres Unterrichts. In diesem Jahr war Wasser unser Schwerpunktthema. Neben spannenden Experimenten in der Schule haben wir die Wasserressourcen in der Umgebung und den Wasserkreislauf erforscht. Anhand des Grandbachs nahe unserer Schule konnten die Schüler nachvollziehen, wo das Wasser vom Schlosssee bis zur Warbel fließt.
 
Unser zweites Projekt war das Pflanzen eines Weidendoms mit Tunnel in unserem Projektschulgarten. Die Kinder haben sich damit selbst einen Rückzugsraum auf dem Schulhof geschaffen. Die Vorplanungen, Zeichnungen und Kostenkalkulation haben sie selbst übernommen.
 
Zum Dritten haben die Kinder ein Aquarium aufgebaut – von der Recherche der dafür notwendigen Materialien und der Überlegung, wo man was preisgünstig beschaffen kann. Sie haben Sand gewaschen und mitgebracht für den Boden, gelernt, wie man eine Pumpe anschließt und betreibt und Wasserpflanzen eingepflanzt. Jetzt sind sie verantwortlich für die Pflege der Fische.

Upcycling, also das Umgestalten alter Kleidungsstücke zu neuwertigen Produkten war das Ziel des vierten Projektes. Dabei lernten die Kinder wie viel Energie und Wasser in den jeweiligen Stoffen ihrer Kleidung stecken und das man Kleidungsstücke länger nutzen kann.
 
Der Gedanke hinter unseren Projekten ist: Wir wollen die Kinder zu nachhaltigem Denken erziehen. Das soziale Miteinander, die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und ihrer Umwelt sind Dinge, die wir den Kindern beibringen wollen. Dass dies Bemühen fruchtet, zeigt sich auch daran, dass sie bspw. Kuchentage selbst organisieren und das Geld sozialen Zwecken spenden“, erklärt die Schulleiterin der evangelischen Arche Schule Dr. Anke Bochert.
 
„Das christliche Menschenbild ist für unsere Schulen eine Leitlinie“, so Pastor Kai Gusek, pädagogisch-theologischer Vorstand der Schulstiftung der Nordkirche, die Träger dieser und 16 weiterer Schulen im Bereich der Nordkirche sind.  „Das Bewahren der Schöpfung gehört da ganz unmittelbar dazu. Wir sehen immer wieder, dass Kinder, die Verantwortung für ihre Umwelt, sei es für Pflanzen oder Tiere, über sich selbst hinauswachsen und in ihren sozialen Fähigkeiten und ihrem Selbstwertgefühlt gestärkt werden. Das ist uns wichtig, denn das heißt für uns, dass wir den Menschen als Ganzes wahrnehmen, annehmen und fördern“, führt Kai Gusek fort.
 
Minister Dr. Till Backhaus beglückwünschte die Kinder zu ihrem Engagement und sagte, sie sollten sich später gern an ihre Schulzeit erinnern. Solche Projekte förderten des Engagement der Kinder für ihre Umwelt und bleibe dauerhaft in Erinnerung. Dazu passe das Motto des diesjährigen Wettbewerbs: „Eine Schule zum Wohlfühlen“, so Frau Dr. Martina Trümper vom Bildungsministerium.
 
Ausgezeichnet wurden heute 42 Schulen aus Mecklenburg-Vorpommern. Zum Hintergrund berichtete Frau Annegret Gülker, Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung e.V.: „Das Projekt begann vor 23 Jahren. In MV ist das Projekt im 17. Jahr. Deutschlandweit sind 980 Schulen, weltweit sind in 40 Staaten mehr als 30.000 Schulen bei diesem Projekt engagiert. Die Auszeichnung wurden zuletzt 2016 an 36 Schulen in M-V vergeben.


Über die evangelische Schulstiftung der Nordkirche
Die Schulstiftung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland ist mit 17 Schulen (16 in M-V, eine in S-H) sowie elf angegliederten Horten der größte Träger evangelischer Schulen im norddeutschen Raum. Gut 400 Mitarbeitende betreuen und unterrichten etwa 2.810 Schülerinnen und Schüler.
Die Schulstiftung berät Gründungsinitiativen, koordiniert den Aufbau und die Entwicklung evangelischer Schulen, regelt Organisations- und Verwaltungsaufgaben und vertritt die Schulen in rechtlichen und politischen Fragen. Von der Stiftung getragene, betriebene und geförderte Einrichtungen haben ein evangelisches Profil, sind reformpädagogisch orientiert und inklusiv.

Die Stiftung ist Ausdruck der Verantwortung und des Willens der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), sich an der Erziehung und Bildung der heranwachsenden Generationen zu beteiligen. Damit kommt sie ihrem Auftrag aus der Verfassung nach und wendet sich allen Menschen zu, um ihnen das Evangelium von Jesus Christus zu erschließen.


Über die Evangelische Schule Walkendorf:
Die Evangelische Schule Walkendorf ist eine staatlich anerkannte Grundschule mit staatlich genehmigter Orientierungsstufe in der freien Trägerschaft der ev. Schulstiftung der Nordkirche.
Gegründet 1999, ist sie konzipiert als volle Halbtagsgrundschule, Integrationsschule mit jahrgangsübergreifenden Lerngruppen.
Die schulartunabhängige Orientierungsstufe  besteht seit dem Schuljahr 2006/ 2007.
https://www.esdn.de/schulen-und-horte/walkendorf.html