Medienbildungstag der Schulstiftung

Roggentin - Es wurden noch Stühle an die Ecken der Tische gestellt, der Raum war voll. Mit viel Neugier und Offenheit startete der Medienbildungstag, der die Schulleitungen und einige Medienbildungsbeauftragten aller Schulen der Stiftung zusammenbrachte. Der Zuspruch zeigte, dass das Team der Geschäftsstelle die richtige Idee hatte: Medienbildung ist ein Brennpunktthema.

Den Auftakt bildete ein geistlicher Impuls von Ulrike Ziem-Aber, Schulleiterin der Johannesschule in Möllenhagen. Gleich zu Beginn des Tages gelang es ihr, einen Bogen zwischen dem Glauben und dem digitalen Alltag zu spannen: „Die Verbindung zu Christus, zu Gott, funktioniert ohne Akku, Datenvolumen oder WLAN.“

Für einen fachlich starken und zugleich motivierenden Impuls sorgte Prof. Dr. Ines Sura-Rosenstock von der Universität Greifswald. Sie machte deutlich, dass Medienbildung weit mehr ist als Techniknutzung oder Gerätekunde. Medienpädagogische Arbeit ist ihrer zentralen Botschaft nach im Kern reformpädagogisch, weil sie Kompetenzen stärkt, die Kinder und Jugendliche wirklich brauchen: kritisches Denken, Kreativität, Kommunikation und Verantwortung. Treffend brachte sie es auf den Punkt: „Medienpädagogische Ansätze sind reformpädagogische Ansätze – sie bilden Kompetenzen aus.“ Und sie erinnerte daran, dass Medienbildung nicht an fehlender Technik scheitert: „Über Medien kann man auch sprechen, wenn es kein WLAN gibt.“

Im weiteren Verlauf des Tages stand der Austausch im Mittelpunkt. In offenen Gesprächen und Arbeitsphasen wurden Erfahrungen geteilt, Ideen weitergedacht und gemeinsame Herausforderungen benannt. Die Vielfalt der Perspektiven aus den verschiedenen Schulen wurde als große Bereicherung erlebt, ebenso wie die Bereitschaft, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu stärken.

Der Auftakttag für den intensiven Prozess um die Medienbildung offenbarte das große Bedürfnis, miteinander im Gespräch zu bleiben. Die nächsten Schritte sind vereinbart.