Austausch und Vernetzung
Erstes Treffen des technischen Personals der Schulstiftung
Gut Klein Nienhagen - Dass keine Schule, kein Hort und keine Kita der Schulstiftung der Nordkirche der anderen gleicht, mag auf den ersten Blick selbstverständlich erscheinen. Beim ersten gemeinsamen Treffen des technischen Personals wurde diese Erkenntnis jedoch eindrucksvoll bestätigt. Die Einrichtungen unterscheiden sich nicht nur in ihrer Größe, sondern auch hinsichtlich ihrer baulichen Strukturen, ihrer technischen Anforderungen und der damit verbundenen Aufgaben.
Am 3. September beschritt die Schulstiftung der Nordkirche deshalb einen neuen Weg: Erstmals kamen die Hausmeisterinnen und Hausmeister beziehungsweise die technischen Mitarbeitenden der Einrichtungen zu einem gemeinsamen Fachtag auf Gut Klein Nienhagen zusammen. Von den insgesamt 19 festangestellten Hausmeister:innen konnten 14 an der Veranstaltung teilnehmen. Begrüßt wurden sie von Lorenz Meyer, Bau- und Facilitymanager der Schulstiftung der Nordkirche.
Der Tag begann mit einer umfassenden Unterweisung zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, die von der Firma TECOM aus Waren (Müritz) durchgeführt wurde. Dabei standen aktuelle Anforderungen, rechtliche Rahmenbedingungen und praktische Hinweise für den Arbeitsalltag im Mittelpunkt.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen bot eine ausführliche Vorstellungsrunde Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Schnell wurde deutlich, wie vielfältig die beruflichen Hintergründe der Teilnehmenden sind. So berichtete ein nebenberuflicher Hausmeister, der hauptberuflich bei der Feuerwehr tätig ist, dass er die Arbeit an der Schule als wertvollen Ausgleich erlebt. Ein anderer Teilnehmer, gelernter Tischler, schilderte, wie sehr ihm der Kontakt mit den Kindern Freude bereitet. Diese Begeisterung geht so weit, dass er zusätzlich als Unterrichtsbegleitung tätig ist.
In den Gesprächen wurde spürbar, mit welchem Engagement sich die technischen Mitarbeitenden für ihre Einrichtungen einsetzen. Ebenso deutlich trat ihre pragmatische Herangehensweise hervor. Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels im Handwerk sind vielerorts Eigeninitiative und vielseitige Kompetenzen gefragt. Viele Aufgaben werden deshalb vor Ort selbst übernommen und gelöst.
Da es ein Treffen in dieser Form bislang nicht gegeben hatte, kannten sich die meisten Teilnehmenden untereinander noch nicht. Entsprechend groß waren das Interesse und die Neugier auf die Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen aus anderen Einrichtungen. Der Austausch wurde von vielen als besonders bereichernd wahrgenommen.
Im weiteren Verlauf stellte Lorenz Meyer das Hausmeisterkonzept der Schulstiftung vor. Ziel dieses Konzeptes ist es, die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder zu strukturieren, gemeinsame Standards zu etablieren und insbesondere sicherheitsrelevante Aspekte verbindlich zu verankern. Ein weiterer Schwerpunkt war die Digitalisierung. Dabei zeigte sich, dass digitale Prozesse an vielen Einrichtungen längst zum Alltag gehören, diese Entwicklung im Bereich des technischen Dienstes bislang jedoch noch nicht überall gleichermaßen angekommen ist. Hier kündigte Lorenz Meyer konkrete Schritte an, um die technischen Mitarbeitenden zeitnah stärker in die digitalen Arbeitsabläufe einzubinden.
Das erste Treffen machte deutlich, welch großes Potenzial im gegenseitigen Austausch und in der stärkeren Vernetzung der technischen Mitarbeitenden liegt. Eine Fortsetzung ist daher bereits vorgesehen: Das nächste gemeinsame Treffen soll im Frühjahr 2028 stattfinden.
