Besuch an der Evangelischen Schule Hagenow „Dr. Eckhart Schwerin“

Besonderer Besuch an der Evangelische Schule Hagenow „Dr. Eckhart Schwerin“: Gleich zwei Bischöfliche Personen der Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) informierten sich vor Ort über die Arbeit evangelischer Schulen in Mecklenburg-Vorpommern. Zu Gast waren Nora Steen, Bischöfin im Sprengel Schleswig und Holstein, sowie Tilman Jeremias, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern.

Begleitet wurden sie unter anderem von Pastor Thomas Robatzek aus Hagenow, der der Schule seit Langem verbunden ist und im Schulbeirat mitwirkt. Ebenfalls zu Gast waren Dr. Maike Tesch, Studienleiterin für Mathematik und Mitglied der Kirchenleitung, Pröpstin Almut Witt aus Kiel sowie Dr. Mathias Bernstorf, Referent im Dezernat Bildung und Schule des Landeskirchenamtes.

Der Besuch aus Schleswig‑Holstein diente vor allem dazu, sich über die Arbeit evangelischer Schulen in Mecklenburg‑Vorpommern zu informieren. Im Mittelpunkt standen der persönliche Austausch mit der Schulgemeinschaft und der Einblick in das besondere pädagogische Konzept der Schule.

Pastor Kai Gusek, Vorstand der Schulstiftung, führte zunächst in die Arbeit der Schulstiftung der Nordkirche, als Trägerin evangelischer Schulen in Mecklenburg‑Vorpommern ein. Anschließend berichtete Schulleiterin Anika Blättrich über die Nominierung der Schule für den Deutschen Schulpreis und stellte zentrale Elemente des pädagogischen Konzepts vor. Danach machte sich die Besuchergruppe auf den Weg durch den Schulalltag.

Ein kurzer Halt in der kleinen runden Kapelle verwandelte sich spontan in ein gemeinsames Singen mit Schüler:innen der Orientierungsstufe, die gerade Religionsunterricht hatten

Großes Interesse fand auch die schuleigene Druckwerkstatt. Dort erfuhren die Gäste aus erster Hand, wie anspruchsvoll das Arbeiten nach „alter Schule“ mit dem Setzkasten ist: Jeder Buchstabe muss einzeln ausgewählt und spiegelverkehrt gesetzt werden, bevor ein Text gedruckt werden kann. Mit Geduld und Konzentration entstehen so eigene kleine Druckwerke. Oft Gedichte, die die Schüler:innen am Ende stolz mit nach Hause nehmen.

Nach weiteren Einblicken in Lern- und Fachräume zeigte sich Bischöfin Nora Steen beeindruckt von der Arbeit der Schule. Sie berichtete, dass es in Schleswig-Holstein zwar viele evangelische Kindertagesstätten gebe, jedoch häufig der Anschluss an weiterführende evangelische Schulen fehle. Entsprechend groß sei das Interesse vieler Eltern an solchen Bildungsangeboten.

„Es beeindruckt mich, mit wie viel Engagement und Kreativität hier evangelische Bildung gestaltet wird und wie Kinder ganzheitlich in ihrer Entwicklung begleitet werden“, sagte Steen. Ihr Fazit nach dem Besuch: „Wir können viel voneinander lernen.“

Bischof Tilman Jeremias ergänzt: „Die Schulstiftung hat den Großteil ihrer Schulen in Mecklenburg-Vorpommern und diese Schulen sind beliebte Orte der Bildung, auch bei Schülern und Eltern ohne Kirchenbindung. Das liegt daran, dass das Kind, die Jugendlichen mit ihren Bedürfnissen und mit ihren Entwicklungsmöglichkeiten im Mittelunkt stehen, was aus christlicher Überzeugung herrührt: Jeder Mensch ist ein besonderes Geschöpf Gottes und muss entsprechend auch individuell gefördert werden.“